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Fachwerkhaus im Naafbachtal wurde ein Raub der Flammen

Zu einem vergleichsweise einsam im Wald am Rande des Naafbachtals gelegenen Fachwerkhaus wurde die Freiwillige Feuerwehr heute kurz vor 14 Uhr gerufen. Grund war ein Brand im Dachgeschoß, so die Erstmeldung. Eine hohe Rauchsäule wies den Einsatzkräften den Weg schon aus weiter Entfernung.

Als die Wehrleute an dem zum Weiler Klauserhof gehörenden Gebäude nahe der Landesstraße 318 eintrafen, schlugen bereits hohe Flammen aus einem Giebelfenster. Ein anwesender Bewohner hatte das Haus bereits verlassen. Auch ein Hund und zwei Katzen gelangten ins Freie, weitere Katzen wurden aber vermißt.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Zunächst mußte ein Löschfahzeug und die Drehleiter über unbefestigten, durch den zunehmenden Regen teils aufgeweichten Boden zum Haus gelangen. Ein weiteres Problem stellte die Wasserversorgung dar. Mangels eines Hydranten im näheren Umfeld, legte die Feuerwehr eine Schlauchleitung vom einen Kilometer entfernten Növerhof zum Brandort. Als der Brand gelöscht schien, war das mitgeführte Wasser der beiden im eigentlichen Einsatz befindlichen Löschfahrzeuge verbraucht. Um nicht von einer Schlauchleitung abhängig zu sein, pendelten mehrere Löschfahrzeuge der Mucher Wehr und des nachalarmierten Löschzugs Seelscheid zwischen Hydranten in Nachbarorten wie Mohlscheid und dem Einsatzort, um die Wassertanks nachzufüllen.

Immer wieder züngelten Flammen aus dem zunehmend löchriger werdenden Dach. Die Löscharbeiten zogen sich bis in den späten Nachmittag hin. Am Vorabend wurden weitere Feuerwehrleute alarmiert, um die zunächst 50 eingesetzten Kräfte aus Much und Seelscheid ablösen zu können. Die Brandursache ist derzeit unklar. Als eine Möglichkeit wurde genannt, daß ein unbemerkter Kaminbrand durch die Hitzeentwicklung auf das Obergeschoß oder Dach übergegriffen haben könnte. Näheres müssen Brandexperten der Polizei untersuchen.

Das Obergeschoß des zuvor schmucken Fachwerkhauses wurde völlig zerstört. Das Löschwasser dürfte auch das Erdgeschoß schwer in Mitleidenschaft gezogen haben. Die Polizei schätzt den Sachschaden zunächst vorsichtig auf 80.000 Euro. Die von Seelscheid in Richtung Overath führende Landesstraße 318 mußte zwischen der Ortschaft Növerhof und der L 312 während des gesamten Einsatzes gesperrt bleiben. Über das Schicksal der vermißten Katzen liegen derzeit keine aktuellen Informationen vor.

Nachtrag :  Die letzten Flammen konnten am Abend erstickt, die Löscharbeiten somit nach acht Stunden abgeschlossen werden. Die Erdgeschoßdecke war während des Brandes teilweise eingestürzt und hatte entsprechende Trümmerlasten in der Wohnung zurückgelassen. Zudem hatte der Brand auch auf die Küche im Erdgeschoß übergegriffen. Die letzten der insgesamt rund 70 in die Löscharbeiten eingebundenen Wehrleute rückten gegen 23 Uhr von der Einsatzstelle ab. Zwischenzeitlich waren sie vom 'DRK' und den 'Johannitern' vor Ort mit Gulaschsuppe, Nudeln und Getränken versorgt worden.

Auch die Landesstraße 318 konnte gegen 22 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden, nachdem die Schlauchleitung zwischen Növerhof und Klauserhof wieder zurückgebaut worden war. Zuvor war gegen 20 Uhr eine der vermißten Katzen dem Anschein nach wohlbehalten aufgefunden worden. Als die Wehrleute Kleidungsstücke aus dem weder vom Feuer noch von Rußentwicklung betroffenen Zimmer in einem Anbau bargen, habe die Katze plötzlich im Raum gestanden. Offenbar hatte sie sich dort versteckt. Über das Schicksal der beiden weiteren vermißten Tiere war bis gestern abend nichts bekannt.

 

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16. März 2018,
ergänzt am
17. März 2018


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