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Diskussion um ein Tourismusbüro in Much wird fortgesetzt

Das Tourismusbüro am Aufgang zum Kirchplatz

Seit geraumer Zeit wird über die Zukunft des Tourismus-Büros in Much diskutiert, so auch in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur am Dienstag (03.11.). Verschiedene Anträge der politischen Fraktionen und mehrere Alternativen lagen auf dem Tisch, die von der Beibehaltung des Büros am heutigen Standort über eine Velagerung bis zur kompletten Aufgabe reichen.

Letzteres beantragten die 'Bündnis 90 / Grünen', um die Funktion während der Öffnungszeiten ins Rathaus zu verlagern, die restliche Zeit mittels Propektständern bei Dienstleistern im Ortszentrum und im dafür abzutrennenden Foyer des Rathauses zu überbrücken. Vertreter von CDU und 'Bündnis 2014 Much' sprachen sich entschieden gegen die Aufgabe des Tourismusbüros aus, ohne dies von einem bestimmten Standort abhängig zu machen.

Laut Bürgermeister Norbert Büscher und Beigeordnetem Karsten Schäfer sei auch die Übernahme der Aufgabe durch die Info-Theke im Rathaus nicht praktikabel. Weil hier auch die Telefonzentrale verortet sei, sei eine ungestörte Beratung von Gästen kaum möglich, zudem stünden die Öffnungszeiten am Vormittag dem zeitlichen Auftreten von Touristen zum Wochenende hin entgegen. Weiterhin wäre ein aufwendiger und damit teurer Umbau des Rathauses nötig, um das Foyer außerhalb der Öffnungszeiten zugänglich zu machen. Propektständer im Rathaus oder im Ortskern könnten zudem eine persönliche Betreuung nicht ersetzen.

Eine weitere Alternative liegt im Ankauf von Räumlichkeiten, um das Tourismusbüro in einem barrierefrei zugänglichen Objekt unterzubringen. Das 'Bündnis 2014 Much' hatte eine Prüfung beantragt, ob ein solches Büro durch die Untervermietung von Werbeflächen mitfinanziert werden könne. Beide derzeit in Frage kommenden Objekte, das ehemalige Reisebüro und das frühere Sonnenstudio im mittleren Bereich der Hauptstraße, seien jedoch auch nicht vollständig behindertengerecht zu erreichen. Dieses Problem ist auch das Hauptargument gegen den derzeitigen Standort des angemieteten Büros, dessen Lage am Kirchplatz sonst als ideal bezeichnet werden kann. Daß ausreichende Parkplätze nur 100 Meter entfernt liegen, wird zusätzlich als ungünstig bewertet.

Ein barrierefreier Umbau des aktuellen Tourismusbüros - nur möglich durch eine Verlegung des Eingangs zum Kirchplatz hin - würde schon durch die hier gültige Denkmalbereichs-Satzung erschwert. In der Sitzung kam noch ein weiterer denkbarer Standort ins Gespräch, und zwar die Räume der Videothek am unteren Kreisel. Hier wären Barrierefreiheit, Parkplätze vor der Tür und eine Lage am Verkehrsknoten zwischen Burg und Kirche gegeben. Da der Mietvertrag des derzeitigen Tourismusbüros noch bis zum Frühjahr reicht, wurde letztlich beschlossen, die Suche nach einem zentral gelegenen, barrierefreien und mit Parkplätzen versehenen Standort fortzusetzen.

Derweil wird das Büro am Kirchplatz umgestaltet, um es einladender wirken zu lassen. In einem vom Beigeordneten Karsten Schäfer vorgestellten Tourismuskonzept ist der Rückbau der Einrichtung von mehreren auf einen Schreibtisch, die Reduzierung der Regalflächen (beides bereits erfolgt), die räumliche Abtrennung eines kleinen Lagerraums und die Präsentation von Fotos in den frontseitigen Schaufenstern außerhalb der Öffnungszeiten vorgesehen. Das Fenster zum Kirchplatz soll durch die Entfernung der zahlreichen Veranstaltungs-Plakate bessere Einsicht bieten. Die Plakate sollen stattdesen an einer selbstdrehenden und von außen sichtbaren Litfaßsäule hinter dem Fenster plaziert werden.

Das aktuelle Büro, dessen Öffnungszeiten stark eingeschränkt wurden und seither nur noch zu bestimmten Zeiten am Donnerstag, Freitag und Samstag zugänglich ist, hatte in diesem Jahr (hochgerechnet bis zum Jahresende) rund 1.560 Besucher. Darüber, inwieweit sich diese auf auswärtige Gäste und eigene Bürger (zum Beispiel beim Ticketverkauf kultureller Veranstaltungen) aufteilen, liegen noch keine Zahlen vor. Aufgrund dessen wollte sich die SPD-Fraktion noch nicht pro oder contra eines Tourismusbüros entscheiden, die derzeitige Umgestaltung solle zunächst abgewartet werden. (cs)


Ältere Meldungen zum Thema :

Diskussion um Standort des Tourismusbüros entbrannt

06.05.2015 - Das schon vor 13 Jahren eingerichtete Tourismusbüro ist aus Much nicht mehr wegzudenken. Nachgedacht wird aktuell aber über dessen Standort. Die politischen Gremien haben bereits - in nichtöffentlicher Sitzung - über das Thema diskutiert, inzwischen wurden erste Überlegungen bekannt : Teils wird die derzetige Lage am Kirchplatz als ungünstig bezeichnet, auch wirtschaftliche Gründe spielen eine Rolle. Ist es auf Dauer vielleicht besser in Räumen untergebracht, die im Besitz der Gemeinde sind, als in einem angemieteten Objekt ?  Ist eventuell sogar ein Pavillon auf der Wiese vor dem Rathaus sinnvoll, wie bereits vorgeschlagen wird ?  Ein solcher würde durch seine Nähe zur Verwaltung punkten, aber nicht unerhebliche Investitionen erfordern.

Dabei scheint das Büro aus touristischer Sicht am besten dort untergebracht zu sein, wo es sich derzeit befindet. Mit der Kirche, der Hauptstraße, den nahen Geschäften, der umliegenden Gastronomie und den beiden Geldinstituten direkt gegenüber liegt es am offenbar stärksten frequentierten Ort in Much. Ein möglicher Standort am Rathaus läge abseits des alten Ortskerns und damit der Sehenswürdigkeiten wie Burg und Kirchplatz. Nicht umsonst ist auch das Kölner Tourismusbüro nicht im Rathaus oder Stadthaus, sondern gegenüber des Doms plaziert. Mangelnde Parkmöglichkeiten werden dem Standort am Kirchplatz nachgesagt, obwohl einer der größten Parkplätze mit dem an der Dr.-Wirtz-Straße in fußläufiger Nähe liegt. Klarer Nachteil ist jedoch die fehlende Barrierefreiheit des Büros. Auf die weitere Entwicklung darf man also gespannt sein. (cs)

 

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05. November 2015


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