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Nach Brand in Markelsbach Ermittlungen wegen Brandstiftung

Per Funkalarm und - für alle hörbar - per Sirenensignal wurde die Freiwillige Feuerwehr heute morgen kurz vor 5 Uhr nach Markelsbach gerufen. Von dort wurde ein Brand in einem Wohnhaus gemeldet. Dieser stellte sich vor Ort als offenes Feuer in einem Anbau der Hofanlage heraus. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr verletzte sich ein Nachbar, als er von außen eine Scheibe einschlagen wollte, umden Rauch abziehen zu lassen und sich Zugriff auf das Feuer zu schaffen. Er wurde später mit einer Schnittverletzung zu einem Krankenhaus gebracht.

Durch das schnelle Eingreifen der ehrenamtlichen Helfer konnte das Feuer aber auf einen einzigen Raum beschränkt werden. Dieser wird als Geschäfts- und Lagerraum für einen kleinen Versandhandel für Bastel-, Deko-, und Geschenkartikel genutzt. Insbesondere war ein Ständer mit Zeitschriften in Brand geraten. Durch Rußablagerungen entstand an dem Raum und seinem Inventar jedoch beträchtlicher Sachschaden. Eine Brandschutztür hatte eine weitere Ausbreitung verhindert.

Schnell stellten sich Indizien dafür heraus, daß das Feuer aller Wahrscheinlichkeit nach nicht durch einen technischen Defekt ausgebrochen war. Die Polizei ermittelt aufgrund des Verdachts auf eine vorsätzliche Brandstiftung, die offenbar von außen herbeigeführt worden sein könnte. So sollen auch Brandbeschleuniger aufgefunden worden sein. Nähere Informationen seitens der Polizei liegen noch nicht vor. Brandsachverständige haben die Ermittlungen aufgenommen. Der noch spärliche Berufsverkehr auf der B 56 konnte die Einsatzstelle einspurig passieren. (cs)

Die Polizei sicherte schon am frühen Morgen Spuren im Umfeld des Tatortes

Nachtrag vom Nachmittag :

Wie die Staatsanwaltschaft Bonn und die Polizei Bonn am Nachmittag bekanntgaben, wurde der Gebäudebrand in Markelsbach am heutigen Morgen (wir berichteten) nicht nur vorsätzlich gelegt, sondern von einer weiteren Straftat begleitet. Demnach wird ein 48-jähriger Mann für die Brandlegung in dem als Geschäftsraum genutzten Anbau des Wohnhauses verantwortlich gemacht. Bei der Tatbegehung wurde er kurz vor 5 Uhr von der 43-jährigen Hausbewohnerin überrascht. Daraufhin soll der Mann einen Schuß aus einer Sportwaffe auf die Frau abgegeben, sie aber glücklicherweise verfehlt haben. Danach sei er mit einem PKW geflüchtet.

Die Staatsanwaltschaft und eine Mordkommission der Bonner Polizei übernahmen die nachfolgenden Ermittlungen. Im Rahmen einer bundesweiten Fahndung nach dem 48-jährigen Flüchtigen konnte er am Mittag im osthessischen Fulda mit seinem PKW gestellt und vorläufig festgenommen werden. Nähere Informationen zum Hintergrund der Taten wurden nicht bekanntgegeben, das Motiv dürfte nach Angaben der Ermittler aber "im persönlichen Bereich" liegen. (cs)

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14. November 2014


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