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Feuerwehr und 'Johanniter' übten anhand realistischen Unfallszenarios

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr üben regelmäßig, um ihr Material im Ernstfall fachgerecht einsetzen zu können. Doch alle "Trockenübungen" können die Anforderungen und die Komplexität eines realen Einsatzes nicht vollends abdecken. Aus diesem Grund werden sporadisch Übungen mit einem realistischen Szenario an einem ebensolchen Schauplatz abseits des Gerätehauses angesetzt. Die konkrete Einsatzlage ist den Wehrleuten dabei im Vorfeld ebensowenig bekannt wie bei einem Ernstfall. Auch das notwendige Zusammenspiel mit dem Rettungsdienst läßt sich nur in dieser Form simulieren.

So wurde am gestrigen Samstag ein schwerer Verkehrunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen und rund zehn Insassen nachgestellt. Auf dem eigens für den Verkehr gesperrten kurzen Abschnitt der Kreisstraße 11 zwischen Bövingen und Eckhausen hatte man den Unfall inszeniert, in den ein Schulbus, ein Traktor-Gespann und zwei PKW involviert waren. Einer der PKW war dabei in eine instabile Seitenlage gekippt und drohte in einen Graben abzurollen. Der zweite wurde von den Frontlader-Gabeln des Traktors blockiert. Als Unfallopfer blutig geschminkte Mitglieder der Jugendorganisationen stellten die Insassen der Fahrzeuge dar.

Rund 25 Wehrleute und 15 Rettungskräfte der 'Johanniter' waren in die rund einstündige Übung eingebunden, die medizinische und technische Belange umfaßte. Nach Eintreffen der Helfer wurden die Einsatzlage sondiert, der Zustand der Verletzten zur folgenden Erstversorgung begutachtet und Routinen abgearbeitet. Zum Beispiel galt es, den instabil liegenden PKW zu sichern, um den Eigenschutz zu gewährleisten und die Rettung der Insassen zu ermöglichen. Andere Wehrleute sicherten den Frontlader des Traktors gegen ein Absinken, um die Gabeln abmontieren zu können, wieder andere stellten den Brandschutz sicher.

Auch die Einsatzkräfte der 'Johanniter' wurden unterstützt, indem die Wehrleute den Zugang zu den Verletzten herstellten. Zu diesem Zweck mußte die Tür eines PKW ausgebaut, beim anderen das Dach mit der hydraulischen Schere abgetrennt werden. Zuvor wurden die Scheiben herausgeschnitten, so daß es ausreichend Zugriffsmöglichkeiten gab. Den Abschluß bildete die schonende Rettung der Patienten und der Transport zu den Rettungsfahrzeugen. Parallel wurden auch die Insassen des Busses zu versorgen, die sich bei dem erdachten Zusammenstoß durch Stürze oder den Anprall an Haltestangen verletzt hatten.

Die Einsatzlage umfaßte die Rettung und Betreuung von zwei Schwer-, zwei Mittelschwer- und vier Leichtverletzten. Für einen der PKW-Insassen - auch in diesem Punkt war das Szenario realitätsnah - kam aber jede Hilfe zu spät. Mit solchen tragischen Begebenheiten müssen die Rettungskräfte im Ernstfall schließlich auch umgehen können. Die Einsatzübung geriet offenbar auch für Verkehrsteilnehmer auf der einhundert Meter entfernten Landesstraße 360 sehr realitätsnah. Mancher Autofahrer reduzierte sein Tempo auf Schrittgeschwindigkeit, einige fragten sogar nach den Geschehnissen. Dieses Mal war es zum Glück nur eine Übung. (cs)

 

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26. Oktober 2014


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