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Ausgetretene Chemikalie färbte den Scheidbach weiß

Der weiß verfärbte Scheidbach nahe des Ortsteils Neuenhaus

Ein ABC-Alarm sorgte heute vormittag für einen Einsatz der Feuerwehren aus Much und Neunkirchen-Seelscheid, des Ordnungsamtes, der Unteren Wasserbehörde und des 'Wahnbachtalsperrenverband'. Wie sich nach Angaben der Feuerwehr später herausstellte, soll es bereits in der Nacht zu einem Unfall auf dem Außengelände der Firma 'Thurn' im Gewerbegebiet Bövingen gekommen sein.

Auf dem Gelände der Firma 'Thurn' in Bövingen kam es zu dem Chemikalien-Austritt

Demnach hatte ein Gabelstapler bei Rangierarbeiten einen Behälter beschädigt, der mit einer Chemikalie namens "Lytron" befüllt war. Dabei handelt es sich um ein Zulieferprodukt, das zur Eintrübung der produzierten Reinigungs- und Waschmittel dient. Der wasserlösliche Stoff soll zwar nicht giftig, allerdings auch nicht biologisch abbaubar sein.

Lagebesprechung und Einsatzplanung im Wald bei Neuenhaus
Vorbereitungen zur Absperrung eines Bachdurchlasses

Der Großteiil des Stoffes konnte noch auf dem Betriebsgelände aufgefangen werden. 200 bis 300 Liter aus dem 1.000 Liter fassenden Behälter waren allerdings über Regenwasserabläufe in die Umwelt gelangt. Als dies am Morgen bemerkt wurde, sei seitens der Firma gegen 9.30 Uhr die Feuerwehr verständigt worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Scheidbach, der vom Höhenrücken bei Bövingen über verschiedene Dörfer bis Huven verläuft und dort in den Wahnbach mündet, bereits milchig weiß verfärbt.

Mit Folie, Metallschienen und Steinen wurde ein Stauwerk errichtet, ...
... das das verunreinigte Wasser aufstaute und den Abfluß verhinderte
Probenentnahme durch die Feuerwehr

Die Wehrleute konnten einen Teil des mit Regenwasser vermischten Stoffes im neuen Regenklärbecken in Bövingen abschiebern und somit einen Ausfluß in den Bach verhindern. Rund 60 bis 80 Kubikmeter konnten so aufgehalten werden. Zudem wurden im Scheidbach bei Neuenhaus und Niederbruchhausen mittels Dichtkissen, Steinen und Folien drei Staustufen errichtet, so daß sich kleinere, ebenfalls weiß getrübte Seen bildeten. Eine beauftragte Entsorgungsfirma pumpte das verunreinigte Wasser später ab, um es davon abzuhalten, in Richtung der Trinkwasser-Talsperre abzufließen.

Es war nicht das erste Mal, daß vom Gewerbegebiet in Bövingen unnatürliche Stoffe in das Niederschlagswasser gelangten. Im April 2012 war die Feuerwehr aus ähnlichem Grund im Einsatz, auch damals hatten sich Scheidbach und anliegende Fischteiche weiß verfärbt. Anwohner sprachen heute sogar von mehreren Fällen. (cs)

Feuerwehrleute mit einem Abdichtgerät für Kanalrohre ...
... und dessen Anwendung in einem Rohrdurchlaß des Scheidbachs
Die Feuerwehr am neuen Regenrückhaltebecken bei Bövingen
60 bis 80 Kubikmeter verfärbten Wassers konnten im Regenklärbecken abgeschiebert werden
Mittels Spezialfahrzeugen wurde das verunreinigte Bachwasser abgepumpt

 

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12. August 2014


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