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Nach Brandanschlag nun Glocke der 'Germana-Kapelle' gestohlen

Die 'Germana-Kapelle' bei Wersch ...
... und die entwendete Glocke (Archivfotos)

 
Die Beschädigungen von baulichen Kulturgütern in der Gemeinde Much hat bedauerlicherweise schon eine lange Vorgeschichte. Umgestürzte oder zerschlagene Wegekreuze, abgedeckte Kupferdächer an Kapellen oder der Diebstahl von Wetterhähnen oder Regenrinnen an besagten Bauwerken - immer wieder mußten solche Meldungen veröffentlicht werden.

Der Dachreiter ohne Glocke und die Beschädigungen am Schiefer - (Foto : RH)

Nach dem Brandanschlag auf die 'Germana-Kapelle' zwischen Bernsaueler Berg und Wersch vor vierzehn Tagen war die 1714 erbaute und 1887 erweiterte sowie der Schutzheiligen der Hirten geweihte Kapelle in der vergangenen Nacht auf Samstag erneut Ziel von Unbekannten. Heute morgen wurde der Verlust der Glocke aus dem Dachreiter der Kapelle bemerkt.

Der Spurenlage nach sind die Täter offenbar über die Apsis auf das Dach gestiegen, um von dort das höhergelegene Dach des Hauptbaus zu erklimmen. Die Verschraubungen der von dort zugänglichen Glocke wurden nach Angaben der Polizei wahrscheinlich mit einem Winkelschleifer durchtrennt, die aus Bronze gegossene Glocke über das Dach abtransportiert. Dabei wurden nicht nur zahlreiche der im Sommer 2011 erneuerten Schieferschindeln zerstört, sondern auch Teile der im Frühling 2012 nach einem Kupferdiebstahl ersetzten Dachrinnen heruntergetreten. Allein der aktuelle Sachschaden wird auf mehrere hundert Euro geschätzt.

Die Polizei erbittet Hinweise von möglichen Zeugen, die zwischen Freitag und Samstag verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Kapelle bemerkt haben, um Hinweise unter der Telefon-Nummer 02241 / 5410. Auch Angaben zum Verbleib der Glocke sind natürlich willkommen.

Deutlicher Unterschied : das Innere der Kapelle vor (Archivfoto) ...
... und nach dem Rußniederschlag des Brandes von Anfang April
Ein Türflügel wurde stark verkohlt

Auch die Beschädigungen des Brandes am Abend des 5. April sind weit größer als dies der seither verschlossenen Kapelle äußerlich anzusehen ist. Offenbar hatte der damalige Täter die Sitzauflagen der beiden innen an den Längsseiten verlaufenden Holzbänke verwendet, um das hinter der hölzernen Doppeltür entzündete Feuer zu verstärken.

Durch den Brand wurde nicht nur der linke Flügel der Eingangstür weitgehend zerstört, sondern auch der gesamte Innenraum der Kapelle mit einer Rußschicht überzogen. Dies betrifft die Figurengruppe ebenso wie das Wandbild und die Holzdecke des Hauptraums sowie die bemalten Wände und Decke der Apsis. Weiterhin wurde das spitzbogenförmige Fenster über der Eingangstür in Mitleidenschaft gezogen, offenbar sorgte die entstandene Hitze für Risse in den farbigen Scheiben. (cs)

Hitze sorgte für feine Risse im bleiverglasten Oberlicht der Eingangstür

 

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Ältere Meldungen und Berichte zum Thema :

Brandstiftungen an Wegekreuz und 'Germana-Kapelle'

Der Brandschaden am Wegekreuz
Archivfoto des unversehrten Blumenkranzes

06.04.2014 - Nur vier Tage nach dem Abbrennen der Schutzhütte am Waldrand zwischen der 'Germana-Kapelle' und Much (wir berichteten) sind weitere Brände im gleichen Bereich zu beklagen. Gestern nachmittag gegen 17.30 Uhr bemerkte ein Spaziergänger ein Feuer am Fuß des "Sankt Martin"-Holzkreuzes zwischen Wersch und der Kapelle. Offenbar hatte jemand einen künstlichen Blumenkranz angezündet, der auf dem Steinsockel des Kreuzes befestigt war. Der Kunststoff verbrannte schmelzend und beschädigte den untersten Teil des Kreuzes leicht. Das Feuer erlosch aber von selbst, so daß die alarmierte Feuerwehr nicht mehr entscheidend eingreifen mußte. Die Polizei nahm den Vorfall auf.

Am gleichen Abend wurde eine weitere Brandstiftung bekannt. Demnach hat eine noch unbekannte Person ebenfalls versucht, die Tür der 'Germana-Kapelle' in Brand zu setzen. Das Feuer richtete Schaden insbesondere an der Innenseite der in der Regel unverschlossenen Holztür an. Die Polizei hat den Eingang zur späteren Durchführung weiterer Ermittlungen versiegelt. - Anwohner, Spaziergänger, Jogger, Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer auf den umliegenden Straßen und Wegen werden gebeten, verdächtige Beobachtungen, die mit den aktuellen Taten oder neuerlichen Brandlegungen in Zusammenhang stehen könnten, ohne Zeitverzug über den Notruf 110 an die Polizei zu melden. (cs)

Der äußerlich sichtbare BrandschadenPolizeilich besiegeltes Betretungsverbot

 

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Fallrohre und Dachrinnen der 'Germana-Kapelle' demontiert

18.04.2012 - Erst im vergangenen Herbst war die 'Germana-Kapelle' zwischen Wersch und Berghausen mit einer neuen Schiefer-Eindeckung versehen worden, nun ist sie aus einem ganz anderen Grund erneut baufällig. Am Dienstag (17.04.) wurde von Spaziergängern bemerkt, daß bislang unbekannte Metalldiebe am Werk waren. Um an die Objekte ihrer Begierde zu gelangen, brachen sie zuvor ein Element der noch jungen Rundsitzgruppe vor der Kapelle aus dem Pflaster, an dem die hölzernen Elemente verschraubt sind.

Mit der an die Kapellenwand gelehnten Bank als Steighilfe montierten sie die beiden kupfernen Fallrohre mit einer Gesamtlänge von rund 10 Metern und ein Viertel der umlaufenden Dachrinne gleichen Materials ab. Ein Stück auf der Rückseite der Kapelle hängt noch herunter. Warum der oder die Täter "nur" sechs Meter der Kupferrinne mitnahmen, ist nicht bekannt. Vielleicht waren sie während der Tatausführung gestört worden. Nach ersten Einschätzungen entstand der Kirchengemeinde ein Schaden von rund 1.000 Euro.

Die Holzbank als SteighilfeReste der abgetrennten Kupferrinne

Wer in den vergangenen Tagen oder Nächten verdächtige Beobachtungen an der Kapelle oder in ihrem Umfeld gemacht hat, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten, wird gebeten, die Kriminalpolizei unter Telefon 02241 / 5413421 zu informieren. In den vergangenen Jahren waren zahlreiche Fälle von Diebstählen und Vandalismus an Kapellen, Wegekreuzen und Bänken im Gemeindegebiet zu verzeichnen. (cs)

 

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19. April 2014,
erweitert am
20. April 2014


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