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Planentwurf für das Wohngebiet Marienfeld-Stockemssiefen

Blick von der Mucher Straße (Kreisstraße 31) auf das Plangebiet diesseits und jenseits des Stockemssiefens

Schon seit Jahren ist die Erschließung eines neuen Wohngebietes im Südosten von Marienfeld angedacht. Das bereits heute im Flächennutzungsplan als Bauland ausgewiesene Gelände beidseits des namensgebenden 'Stockemssiefen' ist 56,5 Hektar groß und liegt in einem Viereck zwischen der Mucher Straße (Kreisstraße 31), der Marienstraße, der Oberdörferstraße und einem Wirtschaftsweg zwischen dem Kindergarten und der Kreisstraße. Gut 10,6 Hektar des Geländes sind bereits durch Wohnhäuser an den beiden bestehenden Wohnstraßen belegt. Die Realisierung des Vorhabens scheiterte bislang, weil "die Kosten der bisherigen Planung nicht vermarktungsfähig waren". Nun wurde in der Sitzung des gemeindlichen Planungsausschusses ein neues städtebauliches Entwurfskonzept vorgelegt. Zuvor hatte ein "Ideenkreis" aus Politik, Verwaltung und Planern mehrfach über zwei Alternativen beraten.

Der neue, vom Siegener Büro 'Hellmann + Kunze' vorgelegte Planungsentwurf sieht eine zusätzliche Erschließungsstraße südlich des Siefens vor, die als Stichstraße von der Marienstraße abzweigt. Damit wurde die Gesamtfläche vergrößert und soll die Vermarktungschancen erhöhen. Zwei weitere Erschließungsachsen sind ebenfalls von der Marienstraße sowie von der Oberdörferstraße in Höhe des Kindergartens aus geplant. Diese beiden Straßen werden im Plangebiet über drei Querwege verbunden. Der Entwurf sieht Grundstücksgrößen zwischen 200 und knapp 1.000 Quadratmetern vor, so daß 45 Einfamilienhäuser und 10 Doppelhaus-Hälften auf dem Areal Platz finden.

Ein Fußwegenetz entlang des Siefens, welcher nicht ständig Wasser führt, soll die beiden Teilgebiete im Norden und Südwesten miteinander verbinden. Ein knapp 8 Hektar großer Bereich entlang der Kreisstraße ist als Ausgleichsfläche zur Bepflanzung vorgesehen. Zudem soll der Baumbestand entlang des Siefens erhalten bleiben. Ein bei neuen Baugebieten übliches Regenrückhaltebecken soll im Südosten unmittelbar an der Kreisstraße angelegt werden.

Mit der Erschließung des neuen Baugebietes werden mehrere Zwecke verfolgt. Durch die Ansiedlung von Neubürgern soll dem langfristig zu befürchtenden Rückgang der Bevölkerungszahl der Gemeinde weiter entgegengewirkt werden. Die beiden Bauabschnitte des unlängst erschlossenen Baugebiets Eltersbach in Much haben durch die starke Nachfrage einen grundsätzlichen Bedarf an Bauland aufgezeigt. Auch könnte eine Bebauung im Südosten Marienfelds das Zentrum mit der Kirche wieder mehr ins Ortszentrum rücken. Durch die in den vergangenen Jahrzehnten erfolgte Entwicklung Marienfelds nach Westen liegen Kirche, Dorfplatz und Grundschule derzeit eher am Ortsrand. Zudem bestehen Hoffnungen, daß Marienfeld durch die Neuansiedlungen wieder attraktiver für den Einzelhandel wird, um die Nahversorgung des derzeit rund 1.250 Einwohner zählenden Ortsteils zu verbessern.

Prognosen zur Nachfrage des geplanten Baugebiets konnten aber noch nicht abgegeben werden. Hier dürften andere Regeln gelten als bei Bauland im Bereich des Hauptortes, außerdem ist die Südost-Hanglage nicht optimal. Andererseits sind hier aufgrund der niedrigeren Bodenrichtwerte günstigere Baulandpreise zu erwarten. Die Frage, ob es Kaufinteressenten gibt, soll im Zuge des nun vom Planungsausschuß einstimmig auf den Weg gebrachten Bebauungsplan-Verfahrens ermittelt werden. Offen sei auch noch, ob das Gelände - bei positivem Ausgang - in Eigenvermarktung oder über einen Erschließungsträger angeboten werden sollte. Auch die konkrete Preiskalkulation sei noch zu untersuchen.

Zur Sicherung der Grundstücke im Plangebiet sollen mit den derzeitigen Eigentümern notarielle Verträge abgeschlossen werden. Die Anwohner werden zu einer Bürgerversammlung im Dorfvereinshaus eingeladen, um sie am Verfahren frühzeitig zu beteiligen. Eine Kritik gab es schon in der Sitzung des Ausschusses, als eine Anwohnerin die Zufahrt ins Wohngebiet über den Abzweig in Höhe des Kindergartens bemängelte, die Verkehrssituation dort sei schon jetzt "katastrophal". Aufgrund der Verkehrsbeziehungen, so die Erwiderung, sei jedoch zu erwarten, daß der meiste Verkehr von der Kreisstraße über die Marienstraße ins Plangebiet gelange. Aus dem Ausschuß verlauteten Bedenken über die mehrere hundert Meter langen Fußwege, die einen immer wiederkehrenden Pflegeaufwand erforderten. (cs)

17. März 2013

Der Entwurf einer Bebauung des Areals mit zwei Erschließungsstraßen von der Marienstraße und einer von der Oberdörferstraße aus (hellbraun). Im Osten bildet ein vorhandener Wirtschaftsweg zwischen Kindergarten und Kreisstraße die Abgrenzung des Gebiets. Die hellrot eingezeichneten Gebäude stellen den derzeitigen Bestand dar, die blauen denkbare Neubebauung. Im Südosten ist ein Regenrückhaltebecken vorgesehen (hellblau) - (Planung und Zeichnung: Hellmann + Kunze, Siegen)

 

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