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Mucher Rettungswache soll im Mai den Betrieb aufnehmen

Auf dem Betriebsgelände des Wasserwerks soll die provisorische Rettungswache entstehen

Die Kreisverwaltung hat diese Woche einen Zeitplan für die Einrichtung der geplanten Rettungswache in Much vorgestellt (Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterwir berichteten). Diese soll in Betrieb gehen, bevor die endgültigen Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Für eine Übergangszeit soll die Wache, die als Vollzeitwache rund um die Uhr betrieben werden wird, auf dem Gelände des Wasserwerks in der Zanderstraße untergebracht werden. Hierfür werden drei Container aufgestellt, die Personal und Material beherbergen. Der Kreis will dazu kurzfristig ein Vorführfahrzeug als neuen Rettungswagen anschaffen, der bereits diesen Monat zur Verfügung stehen soll. Ihren Betrieb soll die provisorische Rettungswache dann am 1. Mai aufnehmen.

Das Provisorium wird in der Sackgasse oberhalb des Rathauses eingerichtet

Durch die Neuanschaffung des Fahrzeugs ist klar, daß es nicht zu einer Verlagerung eines der beiden Fahrzeuge aus Pohlhausen kommen wird, die zusätzlich Lohmar und Neunkirchen-Seelscheid versorgen. Die Wache in Much wird für einen begrenzten Zeitraum von 12 bis 15 Monaten bis zur endgültigen Vergabe personell von der privaten 'Krankentransportgesellschaft Rhein-Sieg' betrieben werden.

Als endgültiger Standort der Rettungswache ist weiterhin das Grundstück zwischen der Dr.-Wirtz-Straße und der Kreisstraße 46 vorgesehen, das heute auch von der 'Deutschen Post' als Verteilzentrum genutzt wird. Allerdings ist nicht mehr eine Unterbringung in dem bestehenden Gebäude vorgesehen. Noch offen ist, ob der Rhein-Sieg-Kreis ein Teil des Areals erwirbt und ein eigenes Bauwerk errichtet oder die jetzige Eigentümerin die Wache zwecks langfristiger Vermietung an den Kreis selbst baut. Diesbezüglich sind noch Gespräche anhängig, die die für beide Seiten wirtschaftlichste Lösung finden sollen. (cs)

Das Grundstück nahe der Dr.-Wirtz-Straße in Sichtweite der Fatima-Kapelle, auf dem der Neubau für die Rettungswache bis zum Sommer 2014 errichtet werden soll

 

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Ältere Meldungen und Berichte zum Thema :

26. September 2012 :

Wirtschaftlichkeitsprüfung für Rettungswachen-Gebäude

Seit Frühjahr steht fest, daß die langersehnte eigene Rettungswache in Much eingerichtet werden wird. Gestiegene Einsatzzahlen im Rettungsdienst - 2011 waren kreisweit 39.000 Rettungsdienst- und 17.000 Notarzteinsätze zu verzeichnen - und die notwendige Einhaltung der sogenannten Hilfsfristen, also der Dauer bis zum Eintreffen der Helfer, führten zu einer entsprechenden Ausweitung bei der Fortschreibung des Rettungsdienst-Bedarfsplans.

Als Standort der rund um die Uhr besetzten Rettungswache ist weiterhin das Untergeschoß des früheren Autohauses und heutigen Postverteilzentrums an der Dr.-Wirtz-Straße vorgesehen. Das Objekt wurde inzwischen besichtigt und als sehr gut geeignet bewertet. Durch die Lage im Hauptort und an den Ausfallstraßen nach Gerlinghausen (K 46), Wellerscheid (B 56), Marienfeld (L 312) und zum Wahnbachtal (L 189) ist die Einhaltung der Hilfsfristen rundum gewährleistet. Auch die B 56 und die L 312 in Richtung (Süd-)Westen sind durch den Ort schnell erreichbar.

Ein fester Zeitpunkt, wann die Rettungswache eingerichtet wird, steht aber noch nicht fest. Knackpunkt der Standortfrage sind derzeit noch die Kosten. Es seien hohe Sanierungs- und Umbaukosten erforderlich, so daß zunächst eine Wirtschaftlichkeitsprüfung durchgeführt wird. Eine Entscheidung kann erst im Anschluß fallen, ein Zeitplan ist vorher nicht aufstellbar. Die Mietkosten, ein vormaliger Streitpunkt, soll der Kreis als Träger der Wache übernehmen. (cs)

 

09. Dezember 2011 :

Separate Rettungswachen für Much und Ruppichteroth ?

Die Wahrscheinlichkeit, daß in Much eine eigene Rettungswache eingerichtet wird, ist stark gestiegen. Seit langem bemühen sich die Gemeinden Ruppichteroth und Much für eine solche Lösung (wir berichteten). Die von den Kostenträgern, den Krankenkassen-Verbänden, bevorzugte Variante, einen zusätzlichen Standort durch die Verlegung der Ruppichterother Rettungswache an die Gemeindegrenze in den Bereich von Retscheroth zu vermeiden, scheint vom Tisch. Dies ist eine Folgerung aus dem Entwurf der Fortschreibung des Rettungsbedarfsplanes, der diese Woche im Kreisausschuß für Umwelt und Klimaschutz vorgelegt wurde.

Mit der Änderung soll die notfallmedizinische Versorgung insbesondere in den ländlichen Gebieten des Kreises verbessert werden, indem die vorgeschriebenen Hilfsfristen besser eingehalten werden können, die in Städten bei 8 Minuten, auf dem Land bei 12 Minuten zwischen Alarmierung und Eintreffen liegen. Much wird bislang von den entfernteren Wachen in Pohlhausen (Neunkirchen-Seelscheid) und Ruppichteroth, im Bedarfsfall auch aus den nördlichen Nachbarkreisen versorgt. Durch die Einrichtung einer separaten Rettungswache in Much steht aber auch der bisherige Standort im Zentrum Ruppichteroths in Frage. Dieser, so der Entwurf, soll in den Ortsteil Schönenberg verlagert werden, um das Gebiet der Gemeinde Ruppichteroth zentraler versorgen zu können. Die Landesverbände der Krankenkassen hätten ihr grundsätzliches Einvernehmen zu dieser Planung erklärt, eine endgültige Entscheidung falle voraussichtlich im März 2012, die Umsetzung sei "mittelfristig angelegt".

Der Bedarfsplan sieht auch vor, die Wache in Ruppichteroth künftig im 24-Stunden-Dienst zu betreiben, um die Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. Zusätzlich soll das Personal der Rettungsleitstelle im Kreishaus von derzeit 20 Mitarbeitern auf 24 Mitarbeiter aufgestockt werden, bezogen auf die Größe des Kreisgebietes sehe die landesweite Empfehlung sogar eine Zahl von 27 vor.

Bauchschmerzen bereitet, daß der Rettungsdienst nach einen Urteil des Europäischen Gerichtshofes künftig europaweit ausgeschrieben werden müsse, was zu einer Privatisierung führen könne. Alternativ müßte der Rettungsdienst mit kreiseigenem Personal betrieben werden, was eine Übernahme von rund 350 Kräften der bisherigen Träger 'Deutsches Rotes Kreuz', 'Johanniter' und 'Malteser' bedingen würde. Die betroffenen Städte und Organisationen hätten eine derartige Kommunalisierung des Rettungsdienstes auf Kreisebene jedoch abgelehnt. In einem solchen Fall würden nämlich negative Auswirkungen auf das ehrenamtliche Engagement im Katastrophenschutz befürchtet. (cs)

 

30. September 2011 :

Bemühungen um eigene Rettungswache in Much gehen weiter

Möglicher Standort einer Rettungswache - das ehemalige 'Ford'-Autohaus an der Dr.-Wirtz-Straße (Rückansicht)

In die Diskussion um die Einrichtung einer eigenen Rettungswache in Much ist wieder Bewegung gekommen. Zur besseren Versorgung des Gemeindegebietes hatte der Rhein-Sieg-Kreis die Absicht, den Standort des gemeinsam vom 'DRK' und den 'Johannitern' besetzten Rettungswagens in Ruppichteroth näher zur Gemeindegrenze zu verlegen, Retscheroth und Hambuchen waren hierfür im Gespräch. Dies führte in beiden Gemeinden zu Kritik, in Ruppichteroth, weil es für den Hauptort zu einer Verlängerung der Reaktionszeiten käme, in Much, weil von diesem Standort aus kein großer zeitlicher Gewinn erzielt werden könne als von der mit mindestens zwei Fahrzeugen belegten Wache in Pohlhausen (Neunkirchen-Seelscheid).

Der kreiseigene, in Ruppichteroth stationierte Rettungswagen, hier bei einem Einsatz in Much

Beide Gemeinden forderten zwei getrennte Rettungswachen, die bestehende am Standort in Ruppichteroth und eine zusätzliche im Mucher Gebiet. Allerdings attestierte ein - inhaltlich angezweifeltes - Gutachten der letztendlichen Kostenträger, nämlich der Krankenkassen, der Gemeinde Much eine ausreichende Versorgung in Form einer Einhaltung der geforderten Rettungsfristen. Auf dieses Papier bezog sich auch die Kreisverwaltung, die die Übernahme der Kosten für eine zusätzliche Rettungswache ablehnte. Im Sommer aber wurde der Gemeindeverwaltung ein eigener Standort in Aussicht gestellt. Knackpunkt ist, daß die Gemeinde die Kosten für die Miete der benötigten Räumlichkeiten selbst aufbringen soll - geschätzt 15.000 bis 20.000 Euro jährlich.

Verwaltung und auch die Politik sehen weiterhin den Kreis in der Pflicht. Außer den Mietkosten befürchtet man weitere "freiwillige Ausgaben", die auf die Gemeinde zukommen könnten. Der Haupt- und Finanz-Ausschuß beschloß daher am Mittwoch (28.09.) einstimmig, weiter mit dem Kreis und den Krankenkassen zu verhandeln, um eine zusätzliche Rettungswache in Much zu ermöglichen. Diese würde einen Neubau in Retscheroth oder Hambuchen ersparen, weil das Fahrzeug in Ruppichteroth an seinem erst vor wenigen Jahren ausgebauten Standort verbleiben könnte. In Much - bevorzugt wird der Hauptort, weil er zentral im Gemeindegebiet liegt - wurde bereits ein mögliches Gebäude ausgemacht, auch Gespräche mit dem Eigentümer hätten bereits stattgefunden. Es handelt sich um das ehemalige Ford-Autohaus an der Dr.-Wirtz-Straße, das derzeit auch die 'Deutsche Post' beheimatet.

Im Falle der Dependance einer auswärtigen Rettungswache könnten Kosten für ein zusätzliches Fahrzeug und Personal eingespart werden, indem nur ein Rettungswagen verlegt werden müßte. Ob dies jedoch mit den erforderlichen Rettungszeiten an einem anderen Standort in Einklang zu bringen ist, blieb zunächst offen. Die einzig hierfür in Frage kommende Wache in Pohlhausen versorgt außer Much auch Neunkirchen-Seelscheid, Lohmar und Teile von Siegburg. Anfahrtzeiten nach Lohmar oder Siegburg würden sich von Much aus erheblich verlängern. (cs)

Die von den 'Johannitern' betriebene Rettungswache an der B 56 in Pohlhausen

 

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22. Februar 2013


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