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Schwerpunktkontrollen sollen Zahl der Kradunfälle senken

Kontrollstelle an der Werschtalstraße (L 312) bei Much-Bech

 
Zunächst die gute Nachricht :  Die Anzahl der Motorradunfälle im Bereich des Rhein-Sieg-Kreises ist 2010 um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, im ersten Halbjahr 2011 war ein weiterer Rückgang um 6 Prozent zu verzeichnen. Auf den beliebten Kradstrecken in den vier Bergkommunen konnte sogar eine Verringerung von rund 35 Prozent erreicht werden. Diese Entwicklung führt die Polizei auch auf ihre Maßnahme zurück, die unfallauffälligen Strecken intensiv mit regelmäßigen Geschwindigkeits-Messungen zu kontrollieren.

Ein PKW passiert das Radargerät in Bech

So liegt ein Schwerpunkt auf der L 312 zwischen der Grenze zu Overath und Much sowie weiter über Wersch und Marienfeld bis nach Ruppichteroth. Ebenso im Fokus stehen die Bröltalstraße (B 478) und die B 507 zwischen Ingersau im Bröltal und Neunkirchen. Im weiteren Verlauf der Strecke, der Jabachtalstraße nach Lohmar, waren kaum noch Unfälle zu verzeichnen. Dennoch verunglückten in den ersten sechs Monaten des Jahres bereits 70 Kradfahrer im Zuständigkeitsgebiet der Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg (rechtsrheinisches Kreisgebiet ohne Bad Honnef / Königswinter), ein Motorradfahrer kam bei Lohmar-Weegen ums Leben. Ein weiterer Kradfahrer starb im Juli nach einem Wildunfall in Ruppichteroth.

Mit rund 70 Prozent stammen die meisten der Verunfallten aus dem Kreisgebiet. Auffällig ist auch die Altersklasse der meisten Verunglückten. Sie sind zwischen 35 und 55 Jahren alt, zumeist Familienväter mit gutem Einkommen, die sich als "Wiedereinsteiger" erstmals eine schwere Maschine zulegen. Selbstüberschätzung und Handhabungsfehler gibt die Polizei als Problem vieler Fahrer an, die Haupt-Unfallursache außerhalb geschlossener Ortschaften ist nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit, insbesondere in Kurven, dazu kommt zu geringer Sicherheitsabstand bei Fahrten im Pulk. Besonders im Augenmerk der Polizei stehen die sogenannten "Speedfahrer", die sich "den Kick geben" wollen und das Risiko bewußt in Kauf nähmen.

Mit einem solchen hatten es die Beamten auch zu tun, als sie die betreffenden Strecken am Dienstag vergangener Woche kontrollierten. Zwischen 9 und 19 Uhr richteten Kräfte der Kreispolizeibehörde und der Bereitschaftspolizei aus Bonn insgesamt an vier Orten Meßstellen ein. Bereits am Vormittag war ein Kradfahrer auf der B 478 bei Bröleck mit hoher Geschwindigkeit ertappt worden. Noch stärkere Konsequenzen kommen auf einen 23-jährigen Kölner zu, der die L 312 gegen 15.30 Uhr von Overath in Richtung Much befuhr. In Höhe der Gemeindegrenze überholte er verbotswidrig einen PKW, die nachfolgende Radarmessung ergab eine Geschwindigkeit von 140 statt der zulässigen 70 km/h.

Ein bereitstehender Kradfahrer der Polizei nahm die Verfolgung des Mannes auf. Statt dessen Anhaltezeichen zu folgen, wendete er seine Maschine und raste in Gegenrichtung zurück. Dieses Mal wurde er sogar mit 164 km/h "geblitzt". Nach einem weiteren verbotswidrigen Überholvorgang konnte er schließlich gestoppt werden. Den 23-jährigen erwartet nun ein Bußgeld in vierstelliger Höhe und ein viermonatiges Fahrverbot. Als nicht unwahrscheinlich gilt, daß er sich aufgrund seines Verhaltens zusätzlich einem Verfahren über seine grundsätzliche Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen stellen muß.

Außer in Ruppichteroth-Bröleck (B 478) und nahe Much-Springen (L 312) wurden Kontrollen in Much-Bech (L 312) und nahe Neunkirchen-Rehwiese (B 507) durchgeführt. Dabei gingen den Beamten nicht nur Zweiradfahrer ins Netz. Insgesamt 41 Geschwindigkeits-Verstöße wurden festgestellt, die zumeist im Verwarngeld-Bereich blieben. Unter den Temposündern befanden sich auch 13 Motorradfahrer, bei sieben blieb es bei einem Verwarngeld, sechs müssen mit einer Anzeige und einem Bußgeldverfahren rechnen, vier davon erwartet zudem ein Fahrverbot. (cs)

Kartendarstellung der Unfallstellen in Much und Ruppichteroth
Der Verlauf der L 312 zwischen der Gemeindegrenze zu Overath (oben links) und dem Zentrum von Ruppichteroth (unten rechts) - jede Markierung steht für einen verunglückten Zweiradfahrer in den Jahren 2008 bis 2010 - (Grafik: Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg)

 

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05. September 2011


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