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Elternmehrheit für Gemeinschaftsschule zeichnet sich ab

Informationsveranstaltung und Ratssitzung in der Mucher Hauptschule am 17.11.2010

 
Viel diskutiert wurde in den vergangenen Monaten die Entwicklung der weiterführenden Schulen. Nachdem der Traum vom eigenen Gymnasium in Much bei zurückgehenden Schülerzahlen abgelegt scheint, rückte der Fortgang der bestehenden Schulen in den Vordergrund. Denn die demographische Entwicklung hat genauso Auswirkungen auf die Schulformen der Haupt- wie der Realschule. So sei auch der Bestand der Hauptschule mittel- oder langfristig gefährdet. Eine Lösung könnte in der von der neuen Landesregierung propagierten, aber nicht unumstrittenen Gemeinschaftsschule liegen, die beide bestehenden Schulen im Laufe der Jahre allmählich ersetzen würde.

Im Rahmen einer mit einer öffentlichen Diskussion verbundenen und aufgrund des erwarteten großen Publikumsandrangs in die Aula der Hauptschule verlegten Ratssitzung am 17. November fiel mehrheitlich der Prüfbeschluß zugunsten einer Gemeinschaftsschule, die damals noch "Mucher Modell" genannt wurde, um den Anschein der Individualität zu geben. Auch eine gemeinsame Informations-Veranstaltung mit der Gemeinde Ruppichteroth im 'Eichhof' (Bröltal) am 10. Januar war gutbesucht. Die neue Schulform lockt mit einem längeren gemeinsamen Lernen und der Möglichkeit, das Abitur im Rahmen einer gymnasialen Oberstufe vor Ort erlangen zu können. Auch ist eine Einbeziehung der akut stark gefährdeten Ruppichterother Hauptschule vorgesehen.

Informationsveranstaltung zur Gemeinschaftsschule im 'Eichhof' am 10. Januar 2011

 
Mit Hilfe eines Fragebogens werden derzeit die Eltern der Erst- bis Drittklässler der drei örtlichen Grundschulen zur Akzeptanz einer eventuellen neuen Gemeinschaftsschule befragt. Es interessiert, ob diese zunächst Betroffenen ihre Kinder dort anmelden würden oder einer solchen Schulform eher skeptisch gegenüberstehen. Dabei können die Eltern sich sinngemäß zwischen den Antworten "auf jeden Fall", "wahrscheinlich ja", "wahrscheinlich nein" und "auf keinen Fall" entscheiden.

Nun wurde das erste Zwischenergebnis in der Sitzung des Gemeiderates bekanntgegeben. Von bislang 50 Prozent aller Eltern, die sich bereits zurückgemeldet haben, seien zwei Drittel der neuen Schulform gegenüber positiv eingestellt, ein Drittel negativ. Noch im November waren 800 Unterschriften gegen eine solche Schulentwicklung zusammengekommen. Auch bei der parallelen Befragung in Ruppichteroth soll der Trend klar zum Positiven hin ausschlagen.

Für eine Intensivierung der Diskussion trugen zwischenzeitlich auch die Schulleiter der beiden betroffenen Mucher Schulen bei. So verabschiedete sich Robert Buchholz im Januar überraschend kurzfristig von der Hauptschule, um eine neue Aufgabe als Schulreferent für die katholischen Grundschulen in Bonn und dem Kreis Euskirchen beim Erzbistum Köln anzutreten.

Der Leiter der Realschule, Friedrich Schüller, erregte hingegen mit kritischen Veröffentlichungen zur Schulentwicklung die Gemüter, indem er unter anderem das Szenario heraufbeschwor, daß es gar keine weiterführende Schule in Much mehr geben könnte, wenn der Schulversuch der Gemeinschaftsschule scheitere, weil die Haupt- und Realschule vorher ausgelaufen seien. Seine Darstellungen wurden von den Fraktionen des Gemeinderates einhellig scharf zurückgewiesen, es fielen die Kommentare "unsäglich", "unerhöhter Vorgang" und "Verbreitung von Verdrehungen". Auch kam die Forderung auf, dass der Schulleiter sich bei zukünftigen Treffen der Lenkungsgruppe zur Schulentwicklung von seiner Konrektorin vertreten lassen solle. (cs)

 

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21. Februar 2011


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