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Bäume an der Marienfelder Straße sollen gefällt werden

Blick entlang der Marienfelder Straße
Blick vom Ortseingang der Marienfelder Straße auf den derzeit schlecht einsichtigen Kurven- und Parkplatz-Bereich, rechts die Einmündung des Bockemswegs

 
Seit langem wird eine Lösung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der Marienfelder Straße in Much gesucht (wir berichteten mehrfach). Für querende Fußgänger besteht eine erhöhte Gefahr, da die Autofahrer am Ortseingang oft noch eine erhöhte Geschwindigkeit aufweisen und die gegenseitigen Sichtbeziehungen schlecht sind. Zusätzliche Bedeutung erhält die Situation dadurch, daß die Besucher des Waldfreibades die Landesstraße auf dem Weg vom Parkplatz queren müssen. Außerdem befindet sich im Bockemsweg seit zwei Jahren eine Wohngruppe für Menschen mit Behinderungen, deren Weg ins Ortszentrum ebenfalls hier über die Straße führt. Auf der Suche nach geeigneten Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation hat die Gemeinde daher ein Planungsbüro eingeschaltet, das seine Untersuchungen vor kurzem vorstellte.

Kreuzende Fußgänger und ein PKW auf der Marienfelder Straße
Fußgänger kreuzen die Fahrbahn zumeist im Einmündungsbereich des Bockemswegs, Bäume verhindern die frühzeitige gegenseitige Wahrnehmung

 
Drei mögliche bauliche Maßnahmen schlug die beauftragte 'Ingenieurgesellschaft für Verkehrswesen' aus Dortmund dem gemeindlichen Planungs- und Verkehrs-Ausschuß vor :

Die erste stellt einen Zebrastreifen dar, der aber aus verschiedenen Gründen bedenklich sei. Ein solcher wird erst ab einer Querungsrate von 50 Personen pro Stunde als sinnvoll erachtet, die hier nur im Sommer bei Freibad-Betrieb erreicht wird. Der Ortseingang, die Kurve und die schlechte Sicht sprechen zusätzlich gegen eine solche Lösung. Auch biete ein solcher Überweg für Fußgänger nur eine "vermeintliche Sicherheit".

Ebenfalls nur zweite Wahl ist der Untersuchung nach eine Bedarfsampel, die querungswilligen Fußgängern ein Vorrecht vor dem Fahrzeugverkehr einräumen würde. Um eine solche Fußgängerampel sicherer zu gestalten, wäre eine Beleuchtung mit Peitschenmasten und eventuell eine Vorsignalanlage notwendig. Zudem würde eine solche Ampel bei Wartezeiten von mehr als 5 Sekunden von den Fußgängern nicht angenommen.

Die dritte Möglichkeit stellte die Empfehlung des Gutachters dar. Sie sieht die baulich umfangreichste Umgestaltung der Straßenführung vor, indem eine Mittelinsel angelegt wird. Hierfür müßte die Fahrbahn von bisher 5,50 Meter auf eine Breite von 8 bis 9 Meter aufgeweitet werden, um die idealerweise 2,50 Meter breite und 4 Meter lange Querungshilfe aufzunehmen. Als Sicherheitsvorteil wird im Gegensatz zum Zebrastreifen angesehen, daß die Fußgänger weiterhin wartepflichtig gegenüber dem Querverkehr wären.

Blick über den Parkplatz auf die Bäume
Rechts die drei zur Disposition stehenden Bäume zwischen Fahrbahn und Parkplatz

Allen drei Möglichkeiten gemeinsam ist, daß die drei hochgewachsenen Laubbäume auf der Westseite der Straße gefällt werden müssen, um die Sichtachse zwischen den Verkehrsteilnehmern auf der Landstraße und den Fußgängern zu ermöglichen oder auch Platz zur Verbreiterung der Fahrbahn zu schaffen.

Einheitliches Problem aller drei Lösungsvorschläge ist, daß die Fußgänger die Marienfelder Straße in der Praxis nicht alle an der gleichen Stelle kreuzen. Personen, die nur zur gegenüberliegenden Bushaltestelle wollen, nehmen den direkten Weg auf halber Höhe des anliegenden Parkplatzes. Fußgänger mit Ziel Bockemsweg (Freibad) wählen die Querung im Kurvenbereich oder - wenn sie von der Holzbrücke kommen - in Höhe der Gaststätte. Es ist als sicher anzunehmen, daß nicht alle einen Umweg über einen neugeschaffenen Überweg annehmen würden und die Straße weiterhin auch an anderen Stellen überqueren würden.

Blick über den Parkplatz am Rande der Marienfelder Straße
Auch der Parkplatz an der Marienfelder Straße wurde in die Untersuchung einbezogen

 
Das Planungsbüro schlägt auch eine Umgestaltung des Parkplatzes zwischen dem Wahnbach und der Marienfelder Straße vor, um den bisher ungeordneten Verkehr der Autos zwischen Supermarkt-Parkplatz und Marienfelder Straße zu kanalisieren sowie die Fußgänger zum geplanten Überweg zu leiten. Hier werden Fußgängerbereiche zwischen Fahrbahn und Parkplatz vorgeschlagen. Im Falle der priorisierten Lösung einer Querungshilfe auf der Marienfelder Straße, der eine Verschmälerung des Parkplatzes nötig macht, müßte zudem die Markierung der Stellplätze teilweise zugunsten einer Schräganordnung geändert werden.

Entwurfszeichung der vom Planungsbüro favorisierten Lösung
Der Vorschlag der Verkehrsplaner sieht die Anlage einer Mittelinsel als Querungshilfe sowie die Umgestaltung des benachbarten Parkplatzes vor, eingezeichnet sind auch die drei dann im Straßenraum gelegenen Bäume - (Planung : Ingenieurgesellschaft für Verkehrswesen mbH, Bochum)

 
Eine Entscheidung für bauliche Maßnahmen konnte der Ausschuß derzeit jedoch nicht fällen. Stattdessen sollen zunächst die drei Bäume gefällt werden, die jeglicher Verbesserung der Situation buchstäblich im Wege stünden. Nach Erfüllung dieser Minimalforderung der Untersuchung soll abgewartet werden, wie sich die Situation entwickelt. Weitere Schritte, so die einhellige Auffassung, könnten bei Bedarf später umgesetzt werden. Die Verwaltung will die Planung nun mit den zuständigen Behörden auf Landes- und Kreisebene ('Landesbetrieb Straßen NRW' und Straßenverkehrsamt) besprechen und Fördermöglichkeiten abklären. (cs)

 

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29. Januar 2011


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