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500 Realschüler bei physikalischem Experiment beteiligt

Die Schülerinnen und Schüler haben sich in einem Halbkreis auf dem Schulhof versammelt

Physik-Unterricht findet selten auf dem Schulhof statt. Anders bei der Mucher Realschule, wo genau diese Lokalität heute mittag zum Schauplatz eines "Großversuchs" wurde. Mit Hilfe einer Vielzahl von Taschenspiegeln sollten die Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 9 einen Strohballen zum Entzünden bringen.

Die zwei genannten Personen, davor eine senkrecht an eine Stuhllehne geklebte Bratpfanne
Physik-Lehrer Andreas Türk und Schulleiter Friedrich Schüller mit dem Versuchsaufbau der Bratpfanne

Hierfür ist es nötig, die einzelnen Spiegel so auszurichten, daß das Sonnenlicht wie bei einem Hohlspiegel auf einen Zielpunkt gebündelt wird, um eine ausreichende Temperatur zu erreichen.
Zunächst aber galt es, eine Pfanne so zu erhitzen, daß darin Spiegeleier zubereitet werden konnten. Da Experimente gelegentlich dazu neigen, nicht das gewünschte Ergebnis zu erzielen, blieben die bereitgestellten Eier jedoch heil. Das durch die Spiegel umgelenkte Sonnenlicht vermochte die Pfanne trotz der ohnehin vorhandenen Sommerhitze nur auf rund 40 Grad Celsius zu erhitzen, die doppelte Temperatur wäre notwendig gewesen. Das Ausrichten der Spiegel auf eine Stelle war möglicherweise zu schwierig, weil die hundertfachen Lichtpunkte eine Zuordnung des eigenen Spiegelscheins erschwerte. Der Versuch, eine Anordnung von Streichholzköpfen zu entzünden, wurde daraufhin übersprungen, weil ungefähr die gleiche Temperatur hätte erreicht werden müssen.

Die in weitem Bogen um den zu entzündenden Strohballen versammelten Schülerinnen und Schüler
Schüler versuchen das Sonnenlicht über Spiegel auf einen Punkt auszurichten
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Detail des Strohballens mit Flammenschlag
Erste Flammen züngeln aus dem Strohballen

Um doch noch ein Erfolgserlebnis zu erzielen, wurde der bereitliegende Strohballen mit einem "Brandbeschleuniger" übergossen, der den normalen Zündpunkt von rund 250 Grad auf ein erreichbares Niveau senkte. Tatsächlich konnten die ausgerichteten Spiegel das Stroh auf diese Weise in kurzer Zeit zum Qualmen bringen, schnell färbten die entstehenden Flammen den Ballen oberflächlich schwarz. Als noch effektiver erwies sich jedoch der Wind, der den bereits abgelöschten Brand in kürzester Zeit wieder entfachte.

Physik- und Chemie-Lehrer Andreas Türk hat indes schon ein weiteres Experiment in Planung, das mit Rücksicht auf das Schulgebäude auch nur im Freien stattfinden kann. Es hat, soviel darf schon verraten werden, wieder mit Feuer zu tun, dürfte aber einen spektakuläreren Effekt erzielen. Schulleiter Friedrich Schüller beendete das heutige Experiment mit der wohl besten Nachricht für die Schüler, er verkündete "Hitzefrei". (cs)

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08. Juli 2010,
ergänzt am
09. Juli 2010


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