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Der Tag, an dem sich die Bäche in Much weiß verfärbten

Der üblicherweise von Milchtankern genutzte Parkplatz im Homburger Bröltal bei Höfferhof


An das Land, in dem Milch und Honig fließen, erinnerte Much am Sonntag - wenn auch Honig definitiv nicht im Spiel war, ganz im Gegensatz zur Milch :  Gegen Mittag wurde die Freiwillige Feuerwehr alarmiert und zum Parkplatz der Landstraße 350 nahe Höfferhof im Homburger Bröltal gerufen. Aus nicht letztlich geklärten Gründen war ein Ablaßhahn eines abgestellten Milchtankwagens geöffnet, so daß im Verlauf des Vormittags hunderte, möglicherweise auch tausende Liter des tierischen Produktes quer über den Parkplatz flossen. Durch ein mächtiges Abflußrohr gelangte die Milch in die Bach-Auen und von dort in die Homburger Bröl. Diese färbte sich zeitweise komplett weiß, so daß sicherlich nicht wenige Anwohner an ein Umweltdelikt glaubten.

Der Feuerwehr fiel die Aufgabe zu, die zum Stillstand gekommenen Milchrückstände im Bereich der Auen wegzuspülen. Einige Stunden nach dem Austritt hatte sich die Oberfläche eines kleinen Milchsees bereits verfestigt und unangenehme Gerüche verbreitet. Für weitergehende Maßnahmen wurde die bei der Kreisverwaltung angesiedelte Untere Wasserbehörde eingeschaltet.

Wehrleute spülten die bereits stinkenden Rückstände aus dem Auwald dem Tales
Die Homburger Bröl hatte sich zwischenzeitlich - teils auf voller Breite - weiß verfärbt
Der weißgefärbte Werschbach

Definitiv nicht vom Auslaufen des Tankwagens im Homburger Bröltal verursacht wurde die Verunreinigung, die kurz später am frühen Nachmittag weit oberhalb im Werschbach festgestellt wurde, als die Wehrleute gerade im Tal im Einsatz waren. Denn der schmale Bach hatte sich in Höhe der Ortschaft Weeg komplett weiß verfärbt. Erst nach mehr als einer Stunde nahm der Bach wieder seine übliche Klarheit an. Zunehmend verdünnt, floß die weiße Flüssigkeit talwärts. Zur Sicherheit wurden die Zuflüsse der Fischteiche nördlich von Bech zeitweise geschlossen.

Die Suche nach der Stelle, wo die noch nicht näher bestimmte weiße Flüssigkeit in den Bach eingeleitet wurde, verlief ergebnislos, zu weit hatte sich die Verfärbung schon bachabwärts bewegt. Ein PH-Wert-Test durch die Feuerwehr erbrachte keine besorgniserregenden Ergebnisse, der ermittelte Wert lag zwischen 6 und 7, was typisch für Wasser, aber auch Milch ist. Die Feuerwehr entnahm dem Bach Proben für eine Untersuchung durch die Untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung, die Ergebnisse stehen indes noch aus. (cs)

Mit Ölsperren war der Verunreinigung nicht beizukommen, da der weiße Stoff nicht an der Oberfläche trieb, sondern das gesamte Wasser verfärbt hatte
Ein PH-Wert-Test ohne Auffälligkeiten
Probenentnahme aus dem Werschbach

 

Es war nicht der einzige Einsatz der Feuerwehr in den vergangenen Tagen. So wurden die Wehrleute am frühen Freitagnachmittag (16.04.) nach Oberheimbach gerufen, nachdem ein aus nicht bekannter Ursache in Brand geratener Nadelbaum am Straßenrand gemeldet worden war. Eingreifen mußte die Feuerwehr allerdings nicht mehr, Anwohner waren mit einem Gartenschlauch schneller.

Am Samstagabend (17.04.) gegen 20 Uhr war es ein überschwemmter Keller in Eckhausen, der die Feuerwehr erforderte. Bei Baggerarbeiten war zuvor eine Wasser-Hauszuleitung beschädigt worden, deren ausströmender Inhalt durch die Wand in den Bruchsteinkeller eindrang. Die Wehrleute pumpten das Wasser in die Kanalisation. (cs)

Die Einsatzstellen in Oberheimbach ...
... sowie in Eckhausen

 
 

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20. April 2010


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