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Bekämpfung von Motorradunfällen - Bilanz 1. Halbjahr 2009

Ein Polizeibeamter winkt einen Verkehrsteilnehmer zur Kontrolle auf die Seite, wo schon Zweiräder und PKW stehen
Kontrollstelle auf der B 507 oberhalb von Neunkirchen-Seelscheid-Ingersau am 26. Juli

 
Eine Information der Kreispolizeibehörde des Rhein-Sieg-Kreises :

(Kü)  Die Polizei Rhein-Sieg veröffentlicht anlässlich einer Schwerpunktaktion eine Zwischenbilanz zur Bekämpfung von Motorradunfällen 2009.

Die Zahl der Motorrdunfälle stieg im 1. Halbjahr 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 36 % auf 75 Unfälle. 60 Motorradfahrer wurden im Bereich der Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg verletzt (gleiche Zahl wie 1. Halbjahr 2008), einer erlitt tödliche Verletzungen. Im Vergleichszeitraum 1. Halbjahr 2008 wurde kein Motorradfahrer getötet.

48 Unfälle, an denen Motorradfahrer beteiligt waren, ereigneten sich innerhalb geschlossener Ortschaften. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 50 %. Besonders häufig sind hier Vorfahrtsverletzungen von PKW-Fahrern, die das Zweirad entweder nicht gesehen oder die Geschwindigkeit unterschätzt haben. Allerdings nehmen auch die Unfälle zu, bei denen Zweiradfahrer aufgrund unangepasster Geschwindigkeit und unzureichendem Sicherheitsabstand auf bremsende Fahrzeuge auffahren.

27 Kradunfälle (+ 17 %) ereigneten sich außerhalb geschlossener Ortschaften. Unfallverursacher waren hier meist die Motorradfahrer aufgrund unangepasster Geschwindigkeit in Kurven.

Ein Polizist im Gespräch mit einem angehaltenen Motorradfahrer
Geschwindigkeits-Kontrollstelle
Der Fahrer und zwei weitere Polizisten hinter dem neutralen Polizei-Motorrad mit Videoanlage
"Provida"-Überwachungs-Motorrad

 
Das Zweirad wird zunehmend als kostengünstige Alternative zum PKW für Fahrten von und zur Arbeitsstelle eingesetzt. So verteilen sich die Motorradunfälle mittlerweile relativ gleichmäßig über alle Wochentage. Nach wie vor geschehen aber die folgenschwersten Unfälle am Wochenende und an Feiertagen aufgrund so genannter "Freizeit-Unfälle". Hier ist besonders die Altersgruppe der über 40-jährigen Kradfahrer aufgrund fehlender Fahrpraxis und / oder unerklärlichem Leichtsinn stark gefährdet.

Im Seitenkoffer des Motorrades sind Digital-Videorecorder und Monitor untergebracht
Videotechnik im "Provida"-Krad

Seit Beginn der Zweiradsaison betreibt die Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg im Rahmen des "Netzwerks Kradfahrer" schwerpunktmäßig Geschwindigkeitskontrollen auf den besonders gefährlichen Kradstrecken. Bei den Kontrollen werden regelmäßig zivile Video-Motorräder ("Provida-Krad") zur beweissicheren Dokumentation und Überwachung des Fahrverhaltens eingesetzt.


Nachfolgend sind einige traurige "Highlights" von Geschwindigkeits-Überschreitungen durch Kradfahrer aus den letzten Monaten dargestellt :

  • Sonntag, 24.05., L 312, Much-Birken : 122 km/h bei erlaubten 70 km/h
  • Sonntag, 24.05., B 507, Lohmar-Gebermühle : 115 km/h bei erlaubten 70 km/h
  • Dienstag, 23.06., Eisenweg, Troisdorf : 144 km/h bei erlaubten 70 km/h
  • Dienstag, 21.07., B 8, Hennef-Wasserheß : 116 km/h bei erlaubten 70 km/h
Ein Polizist gibt einem Motorradfahrer Anhaltezeichen
Kontrollstelle an der B 507

Am 26.07.2009 fand eine weitere Schwerpunktaktion zur Bekämpfung von Zweiradunfällen statt. Auch hier wurde das Provida-Krad zur Überwachung des Motorradverkehrs eingesetzt. An insgesamt 6 Messstellen wurden 18 Geschwindigkeits-Verstöße von Kradfahrern festgestellt. Dabei wurden 9 Anzeigen gefertigt und 9 Verwarngelder erhoben. Besonders gravierende Verstöße wurden auf der B 507 zwischen Ingersau und Neunkirchen registriert. Ein Kradfahrer fuhr in diesem unfallauffälligen Bereich statt der zulässigen 50 km/h mit 94 km/h. Er muss mit einem Monat Fahrverbot, 3 Punkten in Flensburg und einem Bußgeld in Höhe von 160 Euro rechnen.

Die Polizei Rhein-Sieg gibt im Zusammenhang mit Motorradunfällen diese Sicherheitshinweise :

Ein schwerer Unfall und dessen Folgen können das ganze Leben negativ beeinträchtigen. Gewohntes Familienleben, Beruf und Zukunftspläne sind häufig mit einem Schlag zerstört. Deshalb rät die Polizei allen Kradfahrern :

  • Beachten Sie Geschwindigkeitsbeschränkungen und Warnhinweise. Sie stehen nicht ohne Grund dort.
  • Fahren Sie nur so schnell, dass Sie innerhalb der überschaubaren Strecke anhalten können.
  • Sie gefährden durch überhöhte Geschwindigkeit nicht nur sich selbst, sondern auch andere.
  • Halten Sie, auch bei Kolonnenfahrten, einen ausreichenden Sicherheitsabstand ein.
  • Rechnen Sie an Kreuzungen und Einmündungen mit dem Fehlverhalten anderer, auch wenn Sie Vorfahrt haben.
  • Verzichten Sie auch an heißen Tagen nicht auf die gewohnte Sicherheitsbekleidung.
  • Verbessern Sie Ihre Erkennbarkeit durch auffällige Oberbekleidung oder Warnwesten.

28. Juli 2009


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