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Restauriertes Wegekreuz an 'Sankt Martinus' eingesegnet

Das restaurierte Wegekreuz am neuen Standort seitlich der Kirche ...
... und seine frühere Position inmitten der Pflasterfläche
Die beidseits ergänzten "Assistenzfiguren"
Das Steinkreuz aus Weeg diente als Vorbild für die "Assistenzfiguren"

 
Von 1760 stammt das steinerne Wegekreuz, das bislang zum Treppenaufgang von der Hauptstraße gerichtet auf dem Kirchplatz stand. Das Kulturdenkmal war über die Jahrhunderte, insbesondere aber in den letzten Jahrzehnten durch Umwelteinflüsse, erheblich beschädigt worden. Für die notwendige Sanierung fehlten der Kirchengemeinde bis vor kurzem die finanziellen Mittel. Mit Hilfe einer Sammlung, privater Spender und einem Zuschuß der beiden örtlichen Banken konnte der Traditionsausschuß von 'Sankt Martinus' unlängst eine fachmännische Restaurierung in Auftrag geben.

Diese führte der erfahrene Restaurator Johannes Hartmann aus Unkel durch. Doch neben der handwerklichen Aufarbeitung kamen auch neue Erkenntnisse aus der Vergangenheit des Kreuzes ans Tageslicht. So wurden an dem Stein, der das Kreuz trägt, beidseits ehemals abgeschlagene Dübel vorgefunden. Dies ließ darauf schließen, daß das Kreuz in früherer Zeit zwei sogenannte "Assistenzfiguren" besessen haben muß, wie sie das in unserer Region einmalige Kreuz im Ortsteil Weeg aufweist. Von den Figuren dieses Kreuzes - Darstellungen von Maria und Johannes - wurden Abgüsse hergestellt, um sie dem Mucher Kreuz anzufügen. Da diese für das größer dimensionierte Mucher Kreuz zu klein waren, erhielten sie jeweils einen kleinen Sockel.

Von diesen Figuren in Weeg wurden Abdrücke genommen
Die wiederhergestellte Inschrift am Sockel des Mucher Kreuzes

 

Außerdem konnten die damaligen Stifter des Kreuzes ermittelt werden. Hierfür ergänzte der bekannte Mucher Historiker Hartmut Benz nach Recherchen die teils unleserliche Inschrift am Fuß des Denkmals. Es handelte sich um Philipus Mands und seine Frau Margareta Schmiz aus Loßkittel, die wenige Jahre nach Aufstellung des Kreuzes verstarben. Der restaurierte Stein trägt nun wieder den vollständigen Text.

Es gibt noch weitere Neuerungen, die die Wiederaufrichtung des Kreuzes betrifft. So wurde sein Standort um einige Meter an den Weg neben der Kirche verlegt, seine Front ist nun zur Kirche hin gerichtet. Außerdem erhielt es einen neuen Sockelstein, der das Denkmal durch die gewachsene Höhe imposanter erscheinen läßt.

Am Sonntag, dem 05. April, wurde das überarbeitete Kreuz nach der Morgenmesse von Pfarrer Max Offermann feierlich eingesegnet. Zuvor erläuterte Hartmut Müller vom Traditionsausschuß der Kirchengemeinde die durchgeführten Arbeiten.

Doch es ist nicht unwahrscheinlich, daß das Kreuz in der Zukunft sein Aussehen nochmals verändern wird. Denn bei der Restaurierung wurden auch alte Farbspuren entdeckt, die darauf schließen lassen, daß das Monument früher farblich gestaltet war. Für eine Wiederherstellung dieser Farbgebung fehlte es jedoch ebenso an Mitteln wie an der Herstellung von größenmäßig passenden Assistenzfiguren durch einen Steinmetz. Aber vielleicht werden auch hierfür noch Sponsoren gefunden. (cs)

Hartmut Müller bei seinen Erläuterungen vor der Einsegnung des wiedererrichteten Kreuzes

14. April 2009


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