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Dreigestirn drang durchs Fenster ins Rathaus ein

Die rund fünf Meter und mit Heu ausgestopfte Figur des 'Mucher Heufressers' trägt eine rote Pappnase und hält ein Schild mit dem Logo des Dreigestirns hoch
Auf dem Kreisverkehrsplatz thront eine große Weltkugel mit dem Motto des Dreigestirns ("Mich üch phantastisch fiere") und einem Ortsschild von Bövingen, das in Mitteleuropa steckt

Wer zur Karnevalszeit nach Much kommt, der erfährt sogleich, dass der Ort komplett in der Hand der Narren und damit des Mucher Dreigestirns ist. Während am unteren Kreisel die Weltkugel mit dem Mucher Dreigestirn obenauf die Autofahrer empfängt, wartet am oberen Kreisel der Mucher Heufresser auf die Einreisenden. Wie es sich gehört trägt auch er eine rote Pappnase und ein Schild mit dem Dreigestirn.

Vor dem Rathaus hängt ein Zettel mit einem Farbfoto des Dreigestirns, das rot durchgestrichen ist und den Zusatz "Wir müssen draußen bleiben" trägt

Um das Herrschen der Narren nun endgültig offiziell zu machen, bliesen Prinz Charly, Jungfrau Ludzy und Bauer Timo an Weiberfastnacht pünktlich um 11.11 Uhr zum Rathaussturm. Doch während die vor der Rathaustür versammelte Narrenschar mit Sprechchören versuchte, die Rathausmannschaft zum Öffnen zu bewegen, hatte sich auf der Rückseite schon einiges getan. Prinz Charly, seines Zeichens Bauunternehmer, hatte einen Bagger anfahren lassen. Der hob das Dreigestirn, das in einen auf der Schaufel montierten Korb geklettert war, in den zweiten Stock des Rathauses. Dort, wo der Bürgermeister residiert, stand ein Fenster auf Kipp und das machten sich die Tollitäten zunutze.

Das Dreigestirn wird mit Hilfe eines an einem Bagger montierten Transportkorbs ins Obergeschoß des Rathauses gehoben
Die Feierwilligen stehen vor dem verschlossenen Rathausfoyer, dessen Fenster mit Folie abgeklebt sind
Prinz Charly winkt aus dem Transportkorb in luftiger Höhe, während Jungfrau Ludzy gerade durch ein Fenster ins Rathaus einsteigt

Von dem Überfall überrascht, öffnete die Verwaltungsspitze das Fenster und drin waren sie, die närrischen Herrscher. Allerdings war damit die Übernahme noch längst nicht gesichert. Die Verwaltungsmitarbeiter hatten, wie Prinz Charly später seinen Untertanen erzählte, kurzerhand die Aufzüge außer Betrieb gesetzt und die Tür im Flur zugeschlossen, so dass es noch einige Zeit dauerte, bis die ganze Narrenschar das Rathaus endgültig in Beschlag nehmen konnte. Als die Tür sich dann schließlich öffnete, landeten die Narren nicht in dem sonst üblichen seriösen Foyer des Rathauses, sondern in einer Bar, in der „Saturday-Night-Fever“ herrschte. Die Organisatorinnen hatten das Foyer komplett im Stil der 70er/80er Jahre umgestaltet. Und die sonst ebenso seriösen Verwaltungsmitarbeiter hatten sich in eine bunte Schar von Hippies und Flower-Power-Vertretern verwandelt.

Das Dreigestirn im Foyer des Rathauses mit dem Bürgermeister, der eine schwarze Perücke und eine große Sonnerbrille trägt
Das Dreigestirn, Prinz Charly (Eschbach), Bauer Timo (Schrahe) und Jungfrau Ludzy (Ludger Krütt) mit Bürgermeister Alfred Haas (rechts)

Das nun folgende Programm bot alles, was zu einer ordentlichen Rathauserstürmung so dazu gehört. Nach einigen Begrüßungsreden, Ordenverteilungen, Gesangs- und Tanzeinlagen übergab „Hippie“-Bürgermeister Alfred freiwillig den Rathausschlüssel an Prinz Charly, den dieser sich umhängte. Schließlich drängte die Zeit, denn der nächste Punkt auf dem Terminplan des Dreigestirns stand an: die Erstürmung der Banken. In die Kreissparkassen-Filiale fiel das Dreigestirn samt Gefolge und den Grashüpfern des Mucher Karnevals-Vereins ein. Filialleiter Hermann-Josef Steimel leistete trotz Sheriff-Outfit keinen Widerstand. (is)

Das Dreigestirn in den Räumen der Kreissparkasse

01. Februar 2008


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