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Ein ganzes Wochenende im Zeichen der 'Heufresser'

Dekoration an einem der Heuwagen

Mit einem erweiterten Rahmenprogramm und veränderten Spielregeln finden am bevorstehenden Wochenende die zweiten Heufresser-Wettkämpfe statt. Ausgeweitet zum 'Heufresser-Wochenende', geht es bereits am Samstag um 10 Uhr mit dem 'Heufresser-Markt' und einer Trecker-Ausstellung auf der Hauptstraße sowie einem Kinderprogramm auf dem Kirchplatz los.

Am Abend wird erneut unter dem großen Zeltdach auf dem Dorfplatz unterhalb der Kirche Sankt Martinus die 'Mucher Heufresser-Nacht' gefeiert. Zuvor werden um 20 Uhr die diesjährigen Teams vorgestellt. Von den wiederum zwölf Mannschaften sind acht aus dem Vorjahr bekannt, vier neue treten zum Wettkampf an, darunter auch zwei auswärtige aus Overath und der Partnergemeinde Groß Köris in Brandenburg. Die restlichen zehn Teams kommen aus den Mucher Ortsteilen. Jede Mannschaft besteht aus zehn Mitgliedern, von denen zumeist fünf pro Spiel antreten. Im Anschluß ist eine bis circa 2 Uhr in der Nacht andauernde Freiluft-Disco unter dem 'Magic Sky' vorgesehen.

Die 'Niederbonrather Stoppelhopser', hier mit ihrem neuen Wagen, erhielten 2006 den Schönheitspreis
Die Vorjahressieger der 'Zuchtbullen' treten martialisch mit einem Rinderschädel auf
Mit einem liebevoll dekorierten Wagen wollen die 'Gerlekuser Heuschwänze' auflaufen

Auch die eigentlichen Wettkämpfe am Sonntag werden von einem bunten Programm begleitet. Der 'Heufresser-Markt' und die Trecker-Ausstellung werden zum Raiffeisenplatz verlagert, dort findet um 11 Uhr auch eine Ökumenische Segensfeier statt, anschließend spielen die 'Original Naafbachtal Musikanten' auf. Parallel dazu gibt es von 13 bis 18 Uhr wiederum einen verkaufsoffenen Sonntag, am Samstag werden die meisten Geschäfte sogar bis 20 Uhr geöffnet haben.

Um 12 Uhr fällt am Sonntag der Startschuß zu den in diesem Jahr acht Wettkämpfen, die bis circa 18 Uhr andauern werden. Die einzelnen Wettkampfstätten werden von Mucher Vereinen oder Einrichtungen betreut, darunter das 'Kreiselteam SK 1' (Lindenhofplatz), der Senat des Karnevalsvereins (Rathausplatz), die 'Lebenshilfe' aus der Webersbitze (Hauptstraße) und das Team eines Geldinstitus (Raiffeisenplatz).

Die Spiele selbst sollen für Beteiligte wie Zuschauer attraktiver werden. Statt des K.O.-Systems des vergangenen Jahres, bei dem die meisten der zwölf angetretenen Teams nach einem Rundlauf ausschieden, sorgt ein Punktesystem dafür, daß es diesmal lange spannend bleibt. Alle Spiele beschäftigen sich übrigens mit Tätigkeiten der traditionellen Heuwirtschaft.

Neben den Siegern der sportlichen Wettkämpfe, denen wie im Vorjahr eine vergoldete Heufresser-Statue winkt, gibt es erneut eine weitere Wertung, den "Teampreis", 2006 noch "Schönheitspreis" genannt. Die Ermittlung des Siegers erfolgt diesmal dreistufig. Mit Hilfe eines Dezibel-Messers ("Applausometer") können die Zuschauer der Team-Vorstellung ein mehr oder minder lautstarkes Votum abgeben. Eine unabhängige Jury bewertet die Gestaltung von Wagen und Team. Das dritte Kriterium ist die Anzahl der von den einzelnen Teams verkauften Lose, deren Erlös zur Hälfte den jeweiligen Teams, zur Hälfte den Veranstaltern für ihre Auslagen zugute kommt.

Für Zuschauer sind alle Angebote ohne Eintrittsgeld frei zugänglich. Darüber sind die Organisatoren des Wochenendes, die Gemeinde Much, der Verein 'MuchMarketing' und die Werbegemeinschaft 'Much Aktiv' besonders stolz. Möglich wurde dies durch die Unterstützung ortsansässiger Firmen und überregionaler Energieversorger.

Die vier Schiedsrichter vor ihrem mit dem Heufresser-Logo und -Schriftzug ausgestatteten PKW
Mit Zollstock und kritischem Blick besuchten die Schiedsrichter am vergangenen Samstag alle Teams, um die ordnungsgemäße Ausführung der Heuwagen zu überprüfen, von links nach rechts : Stefan Grun, Frau Malzburg, Falko Hartmann und Karl-Friedrich Clarenbach

Während des 'Heufresser-Wochenendes' wird die Ortsdurchfahrt auf der Hauptstraße für volle zwei Tage gesperrt, beginnend am Samstagmorgen um 5 Uhr bis Montagmorgen um 5 Uhr. Der ortskundige Verkehr kann über Nebenstrecken ausweichen, der überörtliche Verkehr wird gebeten, Much weiträumig zu umfahren.

Zum Problem könnte die Parkplatz-Situation werden, da der Großparkplatz im Wahnbachtal am Sonntag durch den regelmäßig stattfindenden Flohmarkt belegt ist. Es wird empfohlen, andere Parkplätze am Ortsrand (Fatima-Kapelle, Sportplatz an der B 56, Penny- und Norma-Markt am Krahmer Weg) zu benutzen. (cs)

Der Ablauf der Heufresser-Wettkämpfe :  Die Spielregeln 2007

Weitere Informationen und die Vorstellung der zwölf Teams finden sich auf der offiziellen Homepage der Wettkämpfe unter www.mucher-heufresser.de .

 

Warum die Mucher Heufresser heißen

Der Wette eines Pfarrers haben die Bürger der Gemeinde der Legende nach den Namen "Mücher Heufresser" zu verdanken. Da saßen anno 1857 in einer Mucher Wirtschaft der katholische Pastor, der Bürgermeister und der Doktor am Stammtisch beisammen und erzählten sich allerlei. Gut gelaunt sagte der Bürgermeister: "Herr Pastor, Sie haben ja viel Gewalt über Ihre Leute, aber ans Heufressen bringen Sie Ihre Gläubigen doch nicht." Da meinte der Pastor, das gelte aber eine Wette. Sie äßen auch Heu, wenn er das haben wolle. Das hatten ihm die beiden aber nicht glauben wollen. Nun hatten sie gewettet.

Am anderen Sonntag waren viele Leute in die Kirche gekommen. Nach der Predigt nahm der Pastor ein Bündel Heu unter den Arm und erzählte: "Hier habe ich vom Bischof heilkräftige Kräuter bekommen. Sie sind auf den Gräbern von Heiligen gewachsen. Da ihr nicht dahin wallfahren könnt, dürft ihr hier alle etwas davon essen. Dann werdet ihr nie krank, werdet nicht vom Teufel verführt und kommt nicht ins Fegefeuer. Wer sich davor schützen will, muss von diesen geweihten Kräutern essen." Da ist er rundgegangen und gab jedem ein paar Halme. Die haben sie auch getreulich gekaut. Der Bürgermeister und der Doktor haben dagesessen und gestaunt; aber sie hatten die Wette verloren.

Über die Geschichte wird heute noch vielfach geschmunzelt und Much damit bekannt gemacht. Ob der eigennützige Oberhirte für diese boshafte Lüge in die Hölle kam, ist indes nicht überliefert.

01. Juni 2007,
ergänzt am
02. Juni 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die vergoldete Statue der Heufresser-Figur
Der goldene Heufresser 2007 - die Siegestrophäe


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