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Kapellenfest in Hevinghausen zum 30. Jubiläum

Die von Büschen und Bäumen umsäumte Kapelle ist mit Blumenschmuck und der Jahreszahl 30 dekoriert
Die festlich geschmückte Kapelle

Den 30. Jahrestag der Grundsteinlegung zur neuen Kapelle beging die Kapellengemeinschaft Hevinghausen e.V. am 26. August. Eine Feierstunde und eine kleine Messe mit Gemeindereferent Clemens Rieger fand im Beisein vieler Dorfbewohner an der feierlich geschmückten Kapelle statt. Hierbei erzählte Peter Kenfenheuer, der Vorsitzende des Kapellenvereins, aus der Geschichte der kleinen Kapelle, die im Jahr 1976 dem Straßenausbau der K 11 weichen musste. Um die Kurve zu begradigen und aus der kleinen Dorfstraße eine breite Ortsdurchfahrt zu machen, wurde die aus dem Jahr 1895 stammende alte Kapelle abgebrochen und wenige Meter weiter der Grundstein für eine neue gelegt.

Dass es eine Kapelle in Hevinghausen gibt, hat eine lange Tradition. Ursprünglich war es nur ein kleines Kapellchen und hatte die Form wie das im benachbarten Hohr mit einem vierseitigen Pyramidendach und einem Kreuz mit Wetterhahn auf der Spitze. Anfang der 1860er Jahre war das Eichenholzdach schadhaft und es regnete hinein, wodurch zwei Altarfiguren zerstört wurden. Unversehrt blieb das Muttergottesbild, das von den Anwohnern sehr bewundert wurde. Das Dach wurde von Johann Kemmerling mit Stroh geflickt, aber schon Jahre später war es wieder schadhaft und die Kapellenmauer zur Straßenseite eingefallen. Der neue Besitzer des auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindlichen Hauses und Eigentümer des Kapellengrundstücks, Heinrich Sommerhäuser, riss das verfallene Kapellchen ab. Peter Kühn aus dem benachbarten Hof Siefen holte das Muttergottesbild zu sich und stellte es in einer Kammer seines Hauses auf.

Von diesem Tag an konnte die Frau des Heinrich Sommerhäuser nicht mehr ruhig schlafen, so dass ihr Mann aus den Mauerresten einen Heiligenstock mit einer Nische für ein Zimmerkreuz errichten ließ. Obenauf befestigte er das alte Kapellenkreuz. Um das Jahr 1890/91 brannte das gesamte Anwesen nieder. Es verbrannten hierbei sogar die Bretter des Brunnenhäuschen, die aus den früheren Altarstufen stammten.

Franz Krütt aus Siefen kaufte zusammen mit seiner Frau Josefa Kühn das Grundstück und kam durch Erbschaft seiner Frau in den Besitz des Muttergottesbildes. Er fertigte aus Zinkblech eine Bedachung im Heiligenstock und stellte das Muttergottesbild dort wieder auf. Dass die Muttergottes jedoch in einem Steinhaufen wohnen sollte, ärgerte die Anwohner. Franz Krütt, Peter Josef Kemmerling und Heinrich Klein stellten daher beim Bürgermeister den Antrag zum Bau einer neuen Kapelle, der zunächst abgelehnt, aber schließlich mit der Begründung der Wiedererrichtung der alten Kapelle genehmigt wurde.

In den Ortschaften Hevinghausen, Siefen, Kerzenhöhnchen, Bövingen, Oberbruchhausen, Neuenhaus und Niederheiden wurde Geld gesammelt. Im Jahr 1896 konnte die Kapelle eingeweiht werden. Ihre Fensterbänke stammten aus der Kirche in Marienfeld, ihre Steine aus Langenheide und das erste Glöckchen wurde von der Marialindener Glocke abgelöst. Seither war die Familie, die im Haus nebenan wohnte, für das Läuten der Glocke zuständig. Seit wenigen Jahren aber gibt es ein automatisches Glockengeläut.

Besucher des Festes an Stehtischen und einem Ausschankwagen, im Vordergrund wird gegrillt

Um ihre Verdienste zur Pflege der Kapelle werden Peter Kenfenheuer und Edith Haas, die bis dato die Glocke geläutet hatte, demnächst noch gesondert geehrt. Der im Jahr 1972 gegründete Kapellenverein, in dem viele Hevinghausener Bürger Mitglied sind, hält regelmäßige Messen im Kapellchen ab und sorgt für ihre Erhaltung.

Mit einem Dorffest auf dem Hof der Familie Kenfenheuer wurde denn auch der 30. Jahrestag der Grundsteinlegung bei Kaffee und Kuchen, Gegrilltem und Bier bis in die Nacht gebührend gefeiert. (is)

Gruppenfoto mit Bürgermeister, Gemeindereferent und Mitgliedern des Kapellenvereins
Bürgermeister Alfred Haas (mitte) und Gemeindereferent Clemens Rieger (2. von links) zu Besuch beim Kapellenfest, das der Vorstand des Kapellenvereins (v.l.n.r.: Anne Pecher, Peter Kenfenheuer, Bernd Kühn und Ulrich Kreutzer) ausrichtete

28. August 2006


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