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Die Heufresser von Much im Spiel ohne Grenzen

Ihren Spitznamen zum Markenzeichen zu machen, dazu haben sich die „Mücher Heufresser" entschlossen. Am 28. Mai finden die 1. Mucher Heufresser Wettkämpfe statt. 12 Teams, die sich aus Dorfgemeinschaften und örtlichen Vereinen rekrutieren, starten zu den Wettkämpfen und werden am Tag zuvor, also am 27. Mai, um 19 Uhr von Bürgermeister Alfred Haas im Ortszentrum von Much vorgestellt. Unter einem großen Zelt, einem sogenannten "Magic Sky", nahe der Kirche geht es nach der Vorstellung partymäßig zur Sache. Die Veranstalter der 'Disco 74' laden ab 19.30 Uhr zur Open-Air-Heufresser-Nacht ein.

Logo der 1. Mucher Heufresser-Wettkämpfe

Am Sonntag, den 28. Mai starten nach einer ökumenischen Segensfeier (11 Uhr) und einem musikalischen Auftakt mit den 'Original Naafbachtalmusikanten' um 12 Uhr die 1. Mucher Heufresser-Wettkämpfe, die die Werbegemeinschaft 'Much Aktiv' mit einem verkaufsoffenen Sonntag begleitet.

Für die Wettkämpfe müssen sich die teilnehmenden Teams umfangreich vorbereiten. Nicht nur ein passender Name, ein Motto und ein Wettkampfsong muss gefunden werden, auch ein entsprechender Wagen muss her. Der soll lenkbar und durch ein Halteseil bremsbar sein. Auf einer Länge von maximal zwei Metern und 1,40 Meter Breite müssen drei lose aufliegende Heuballen transportiert werden können und alle sichtbaren Teile mit Heu bedeckt sein. Mit diesem Wagen starten jeweils drei Teams auf einer Strecke von 1.200 Metern in einem Abstand von 20 Minuten zu den vier Vorausscheidungen (insgesamt 100 Minuten) quer durch den ganzen Ort.

Grafik einer der Wettkampf-Parcours-Aufbauten

Bei den drei Hindernissen, die die Teams während der Gesamtlaufzeit von 40 Minuten überwinden müssen, handelt es sich um Dinge, die in der traditionellen Heuwirtschaft den Alltag bestimmten, so beispielsweise der Heutransport über Wasser (am Lindenhof-Platz). Auch das Heubocken und -stapeln oder der Wurf des Heus auf den Dachboden gehört zu den Anforderungen, die am Rathausplatz und am Dorfplatz auf die Wettkämpfer warten. Am Rathaus muss dann noch nach der berühmten Nadel im Heuhaufen - hier repräsentiert von dem Heufresser-Maskottchen - gesucht werden und am Dorfplatz baumelt ein Kranz Blutwurst in luftiger Höhe, den es mit Hilfe gestapelten Heus zu erreichen gilt.

Der vergoldete Pokal für das Siegerteam zeigt die Heufresser-Figur

Nach den Vorausscheidungen starten um 15 Uhr die beiden Halbfinal-Rennen, bei denen je zwei Teams gegeneinander antreten. Hier müssen noch einmal zwei Hindernisse überwunden werden. Das Finale um 17 Uhr ist dann kein Rennen mehr, sondern ein zwanzigminütiger lokaler Wettkampf, dessen genauer Ablauf noch geheim ist.

Den Abschluss des Wettkampftages bildet eine "swingende" Siegerehrung mit der Bigband 'Public Rehearsal' um 18.00 Uhr. Die Sieger erhalten einen Heufresser-Pokal. Der besteht aus einem 21 Zentimeter hohen vergoldeten "Heufresser-Männchen" mit einem Gewicht von drei Kilogramm.

Die Organisatoren hoffen, dass sich die Wettkämpfe etablieren lassen und möchten sie jährlich im Mai wiederholen.

Unter www.mucher-heufresser.de finden sich weitere Einzelheiten. (is)

 

Warum die Mucher Heufresser heißen

Der Wette eines Pfarrers haben die Bürger der Gemeinde der Legende nach den Namen "Mücher Heufresser" zu verdanken. Da saßen anno 1857 in einer Mucher Wirtschaft der katholische Pastor, der Bürgermeister und der Doktor am Stammtisch beisammen und erzählten sich allerlei. Gut gelaunt sagte der Bürgermeister: "Herr Pastor, Sie haben ja viel Gewalt über Ihre Leute, aber ans Heufressen bringen Sie Ihre Gläubigen doch nicht." Da meinte der Pastor, das gelte aber eine Wette. Sie äßen auch Heu, wenn er das haben wolle. Das hatten ihm die beiden aber nicht glauben wollen. Nun hatten sie gewettet.

Am anderen Sonntag waren viele Leute in die Kirche gekommen. Nach der Predigt nahm der Pastor ein Bündel Heu unter den Arm und erzählte: "Hier habe ich vom Bischof heilkräftige Kräuter bekommen. Sie sind auf den Gräbern von Heiligen gewachsen. Da ihr nicht dahin wallfahren könnt, dürft ihr hier alle etwas davon essen. Dann werdet ihr nie krank, werdet nicht vom Teufel verführt und kommt nicht ins Fegefeuer. Wer sich davor schützen will, muss von diesen geweihten Kräutern essen." Da ist er rundgegangen und gab jedem ein paar Halme. Die haben sie auch getreulich gekaut. Der Bürgermeister und der Doktor haben dagesessen und gestaunt; aber sie hatten die Wette verloren.

Über die Geschichte wird heute noch vielfach geschmunzelt und Much damit bekannt gemacht. Ob der eigennützige Oberhirte für diese boshafte Lüge in die Hölle kam, ist indes nicht überliefert.

23. Mai 2006

Mucher Heufresser-Figur


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